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Einen Kaninchenstall selber bauen

Kaninchen sind besonders bei Kindern beliebte Haustiere. Doch auch diese benötigen genau wie andere Tiere eine spezielle Pflege und vor allem eine artgerechte Behausung. Diese kann durchaus selbst gebaut werden und muss nicht gekauft werden. Auf diese Weise kann auf die individuellen Bedürfnisse des Tieres besser eingegangen werden. Im Folgenden finden Sie Informationen und Hinweise, welche beim Bau eines Kaninchenstalls zu beachten sind.

Zunächst sollte das Material für den Stall ausgewählt werden. Als besonders geeignet erweist sich dabei Holz. Es ist leicht zu verarbeiten und wird auch von kleinen Nagern mehr gemocht als Plastik. Zudem bietet es den Vorteil, dass das Kaninchen seinem natürlichen Trieb des Scharrens einmal nachgehen kann, ohne dass es auf dem glatten Boden ausrutscht. Ein Holzstall sollte dabei stets etwas geschützt unter einem Vordach oder ähnlichem stehen, um der Witterung nicht schutzlos ausgeliefert zu sein. Werden diese Standortbedingungen beachtet, erweist sich Holz schließlich als sehr robustes und beständiges Material für einen Kaninchenstall.

Kaninchen-Stall von innen

© Tomas Skopal – Fotolia.com

Besonders im Winter sollte jedoch auf eine gute Isolierung geachtet werden, damit das Kaninchen nicht friert. Grundsätzlich ist vor allen Isolierungsmaßnahmen darauf zu achten, dass der Kaninchenstall an einer geschützten Stelle steht. Er sollte Niederschlägen in keinem Fall direkt ausgesetzt sein und möglichst windgeschützt platziert werden, damit das Tier keine direkte Zugluft abbekommt. Sehr gut gegen die Kälte ist im Winter auch viel Stroh, da das Tier sich darin gut verkriechen kann, um sich zu wärmen.

Zur zusätzlichen Isolierung können Decken oder Teppichreste nützliche Helfer sein. Die Decken können ganz einfach über den Stall gelegt werden, um die Behausung zusätzlich zu isolieren. Eine etwas aufwändigere aber windfestere Variante ist die Isolierung mit Teppichresten. Teppichstücke in Größe des Stalls können an einige Außenseiten und auf das Dach geschraubt oder genagelt werden, um den Stall winterfest zu machen. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass die Enden der Schrauben oder Nägel nicht in den Stall hineinragen, da sich das Tier sonst an den Spitzen verletzen kann.

Ganz wichtig beim Bau eines Kaninchenstalls ist auch die Ausstattung. Da das Tier die meiste Zeit in seiner Behausung verbringt, sollte diese einen für die Art gerechten Komfort aufweisen. Dazu zählt zum Beispiel auch ein kleines Häuschen, in welches sich das Tier zurückziehen kann.

Darüber hinaus sollte eine Konstruktion für den Ablauf des Urins gebaut werden. Dafür eignet sich eine selbstgebaute flache Metallwanne mit einem kleinen Ablauf unter dem Stall. Über diese Wanne kann der Urin aus dem Stall abgeleitet werden und staut sich nicht im Stall. Damit der Urin das Holz der Behausung auf Dauer nicht beschädigt, kann der Boden des Stalls zusätzlich mit einer Schicht Teerpappe ausgelegt werden, da diese recht undurchlässig ist. Damit es nicht zu einer Stauung kommt, wird einfach eine kleine Ecke am Ablauf ausgespart. Äußerst praktisch ist es nun, wenn der Stall in Richtung des Ablaufes um etwa einen Zentimeter geneigt wird, da auf diese Weise der Urin noch schneller abfließen kann.

Werden die genannten Hinweise beachtet, kann sich der kleine Nager in seiner neuen selbst gebauten Behausung nun pudelwohl fühlen.