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Kaninchenkrankheiten

Die bekanntesten Krankheiten der Kaninchen sind offensichtlich Virusinfektionen wie die Myxomatose sowie RHD (auch Chinaseuche genannt). Beide Erkrankungen verlaufen tödlich und sie können fast nicht behandelt werden. Die beste Vorsorge gegen diese Infektionen sind regelmäßige Schutzimpfungen gegen beide Erreger, um eine gewisse Überlebenschance zu ermöglichen. Dieses gilt sowohl für eine Übertragung durch Stechmücken wie auch durch verseuchtes Futter für die Wohnungskaninchen.

Symptome und Verlauf der Myxomatose

Die typischen Anzeichen dieser Erkrankung sind beispielsweise Schwellungen sowie Entzündungen im Bereich der Augen, Augenausfluss und Bildung von Unterhautödemen (Myxomen). Im Übrigen ist das Virus äußerst widerstandsfähig. Es übersteht problemlos größere Kälte sowie Trockenheit. Allerdings ist eine erfolgreiche Behandlung mittels Erhitzung gegeben.

Für Menschen besteht bei diesem Virus jedoch keine Ansteckungsgefahr. Die Schutzimpfung gegen Myxomatose sollte im Zeitraum März/April sowie September/Oktober durchgeführt werden. Bei der erstmaligen Impfung ist eine Grundimmunisierung äußerst wichtig. Dies bedeutet, dass nach der ersten Impfung gegen Myxomatose eine Auffrischung innerhalb von vier Wochen erfolgt. Erst danach steht die Grundimmunisierung.

Die Anzeichen der RHD-Infektion

Die RHD-Infektion, welche auch unter dem Namen Chinaseuche bekannt ist, wird ähnlich der Myxomatose durch Parasiten, kontaminiertes Futter sowie Stechmücken übertragen. Die RHD-Infektion zeigt sich bei Kaninchen durch Fressunlust sowie Apathie und einer beschleunigten Atmung und plötzlichem Tod. Die RHD-Infektion wird durch den Erreger Calicivirus verursacht. Dieser besitzt zudem eine spezielle Widerstandskraft, welches bedeutet, er bleibt während vier Grad Celsius bis zu 225 Tage in der Lage zu infizieren.

Andere Haustiere und Menschen können sich mit RHD nicht anstecken. Eine Therapie für bereits erkrankte Kaninchen hat so gut wie keine Aussicht auf Erfolg. Der einzig bekannte Schutz gegen RHD ist die jährliche Impfung. Sie muss jedes Jahr aufgefrischt und kann mit einer Impfung gegen Myxomatose kombiniert werden, um den Schutz zu gewährleisten.

Ursachen der wirtsspezifischen Protozoen-Infektionen

Bei Kokzidien handelt es sich um wirtsspezifische Parasiten, welche innerhalb des Darms leben. Es sind derzeit sieben unterschiedliche Arten bekannt. Die gefürchtetste befällt hierbei die Gallengänge sowie die Leber. Normalerweise führt der Befall zum Tod des Kaninchens. Die Verbreitung sowie Übertragung dieser Parasiten erfolgt meistens innerhalb Haltungen, welche unter massivem Hygienemangel leiden. Bei einem Befall muss der Tierarzt aufgesucht werden.

Die Behandlung selbst ist sehr langwierig, da der Kokzidien-Reifezyklus etwa zehn bis vierzehn Tage beträgt. Die Überlebenschance dieser Parasiten ist zudem sehr hoch. Bei einer Desinfektion muss daher die Temperatur des heißen Wassers mindestens achtzig Grad Celsius betragen. Diese Infektionen können sämtlich verhindert werden, wenn stets ordentliche Hygieneverhältnisse herrschen.