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Alles zur Kaninchenfütterung

Der Verdauungsapparat von Kaninchen ist so ausgelegt, dass es den ganzen Tag Zugang zu Fressbarem haben sollte. Für den ständigen Bedarf sind am besten Heu oder Gras, letzteres in kontrollierten Mengen, geeignet. Dieses enthält wertvolle Rohfaserstoffe, die das Kaninchen für eine reibungslose Verdauung benötigt, sowie Vitamine, Mineralien und Fette. Gutes Heu zeichnet sich durch einen angenehmen Geruch aus, ist grün bis dunkelgrün und staubt nicht. Grünfutter ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der täglichen Kaninchenfütterung. Es sollte Gräser und wichtige Kräuter wie Löwenzahn, Klee und Gänseblümchen enthalten. Klee darf nur in Maßen gefüttert werden, da er Blähungen verursachen kann. Daneben können auch grüne Gemüseteile gefüttert werden. Grünfutter ist nicht nur eine schmackhafte Abwechslung für Kaninchen, sondern entspricht auch am meisten der natürlichen Ernährung.

Kanninchen-Futter

© mdorottya – Fotolia.com

Auch frisches Gemüse gehört auf den Speiseplan von Kaninchen. Es sollte dreimal täglich eine Portion bekommen, die sich aus verschiedenen Gemüsesorten zusammensetzt. Dabei hat jedes Kaninchen andere Vorlieben, es kann also etwas dauern, bis man den persönlichen Geschmack seines Haustieres herausgefunden hat. Besonders beliebt sind Möhren, Salatgurken, Paprika, Kohlrabi und Salat. Obst hingegen enthält sehr viel Fruchtzucker und sollte daher nur als seltene Leckerei gefüttert werden. Für den Zahnabrieb und die Beschäftigung der Tiere sollten sie neben Heu auch über freien Zugang zu kleinen Zweigen oder Holzstücken verfügen. Nicht geeignet dafür ist Brot, weil es leicht schimmeln kann und für die Zähne des Kaninchens keine Herausforderung darstellt. Ein gesundes Kaninchen braucht kein Trockenfutter oder Futterergänzungsmittel. Diese sollten nur gefüttert werden, wenn ein Mangel vorliegt oder das Tier nach einer Krankheit oder ähnlichem an Gewicht zulegen muss. Zuletzt sollte das Kaninchen jederzeit über den Zugang zu frischem Wasser verfügen.

Fütterung im Sommer und im Winter

Im Sommer ist das Angebot an Grünfutter besonders groß. Deshalb kann die Menge an Heu reduziert und durch eine größere Menge an Grünfutter ersetzt werden. Wichtig ist hierbei, das Grünfutter langsam anzufüttern, das heißt, mit kleineren Mengen zu beginnen und diese Schritt für Schritt zu steigern. Auch die Menge an Gemüse kann verringert werden. Genau wie Menschen haben auch Kaninchen im Sommer einen höheren Flüssigkeitsbedarf, sollten also in dieser Jahreszeit mehr Wasser bekommen. Im Winter hingegen sollte vor allem viel Heu und Gemüse gefüttert werden, damit das Kaninchen ausreichend Vitamine erhält.

Kaninchenfutter selber mischen

Neben frischem Grün, das man selbst pflücken kann, und frisch zubereitetem Gemüse, kann man auch Trockenfutter selber mischen. Dazu schneidet man einfach Gemüse klein, trocknet es und gibt Erbsenflocken und Sonnenblumenkerne hinzu – fertig ist das selbstgemischte und gesunde Kaninchenfutter.

Kaninchen mit Trockenfutter füttern?

Kaninchen fühlen sich am wohlsten, wenn man ihnen ihre ursprünglichen Lebensbedürfnisse so gut wie möglich erfüllt. Dazu zählen der Umgang mit Artgenossen, der regelmäßige ausreichende Auslauf sowie ein gesundes und artgerechtes Futter. Gewährt man ihnen diese 3 Faktoren nicht, leiden sie an Verhaltensauffälligkeiten oder werden krank. Wer seine Kaninchen artgerecht füttern möchte, muss sich zunächst über die natürlichen Ernährungsgewohnheiten informieren.

Pflanzliche Kost hält Kaninchen gesund

Wildkaninchen ernähren sich von frischem Grün, sofern es ihnen zur Verfügung steht. Hierzulande treten Defizite lediglich in den trockenen Perioden des Hochsommers sowie im Winter auf. Während dieser Zeit fressen Wildkaninchen trockene Pflanzenteile, die Zweige von Büschen und Sträuchern sowie Baumrinden. Sie nehmen einen hohen Rohfaseranteil auf, der zu einer geregelten Verdauung beiträgt und versorgen sich mit ausreichend Vitaminen und Spurenelementen. Hauskaninchen stellen dieselben Ansprüche an ihr Futter.

Was auf den Speiseplan des Hauskaninchens gehört

Der wichtigste Bestandteil auf dem Speiseplan des Kaninchens ist das Heu. Es dient nicht nur als Energielieferant, sondern veranlasst das Kaninchen auch zum kräftigen Kauen. Dabei erfolgt ein Abrieb der Zähne, die ansonsten ständig wachsen und gesundheitliche Probleme der Kiefern und Augen verursachen würden. Hochwertiges Heu muss dem Kaninchen ständig zur Verfügung stehen.

Kaninchen-Frischfutter

@ reconstructionist / Flickr

Weiterhin sollte ihm Grün- und Saftfutter gegeben werden. Zu Letzterem zählen Karotten, Futterrüben und andere Gemüsearten, die bestenfalls aus dem eigenen Garten stammen. Je abwechslungsreicher die Kost des Kaninchens ist, desto ausgewogener ist sein Speiseplan. Zusätzlich wird dem Kaninchen frisches Trinkwasser gereicht. Für den Winter lassen sich einige Gemüsearten sowie Heu einmieten, so dass das Kaninchen ganzjährig gesund versorgt werden kann.

Frischfutterliste für Kaninchen

Trocken-Fertigfutter sind weniger empfehlenswert

Normalerweise wird zur gesunden Ernährung der Kaninchen kein Trockenfutter benötigt. Ausnahmen können die Trag- und Aufzuchtzeit im zeitigen Frühjahr oder im Winter bilden, wenn anderweitiges Futter nicht zur Verfügung steht. Heu muss dennoch ständig gefüttert werden. Nicht alle Trockenfutter für Kaninchen sind empfehlenswert. Einige Hersteller fügen dem Futter einen hohen Getreideanteil bei, der dazu führt, dass die Kaninchen verfetten.

Wenngleich die Werbung hochwertige Futtersorten verspricht, muss man sich darüber im klaren sein, dass Trockenfutter die natürliche Fütterung nicht ersetzen können. Aufgrund der Veränderung während des Futter-Herstellungsprozesses verwerten die Kaninchen die Inhaltsstoffe schlechter.

Frischfutterliste für Kaninchen

Neben Heu gehört Frischfutter zu den wertvollsten Bestandteilen auf dem Speiseplan unserer Hauskaninchen. Als Frischfutter werden hauptsächlich Gräser und Kräuter bezeichnet, aber auch die Wurzelteile verschiedener Pflanzen gehören dazu. Am liebsten haben Kaninchen eine freie Auswahl an verschiedenen Gräser- und Kräuterarten. Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, dass das Futter nicht chemisch belastet ist.

Frischfutter aus dem Garten und der Natur

Am Morgen werden die Kaninchen mit Heu gefüttert. Nachfolgend gibt man mehrere kleine Portionen Frischfutter. Hierzu zählen in erster Linie Wiesengras sowie Kräuter, zu denen folgende gehören können:

  • Löwenzahn
  • Kamille
  • Melisse
  • Erdbeerblätter
  • sowie Petersilie, wobei von Letzterer wegen der harntreibenden Wirkung nur wenig Grünes gefüttert werden sollte. Petersilienwurzeln hingegen dürfen dem Kaninchen ausreichend zur Verfügung stehen.

Auf Schnittlauch und andere scharfe Kräuter ist zu verzichten.

Obst und Gemüse mit Bedacht auswählen

Obst darf an Kaninchen gefüttert werden. Allerdings muss man bedenken, dass dieses viel Fruchtzucker enthält und somit mit einer hohen Kalorienzufuhr verbunden ist. Man reicht es in Maßen. Erlaubt sind unter anderem

  • Äpfel
  • Hagebutten
  • sowie Erdbeeren

Nur gelegentlich sollten Johannisbeeren, Orangen und Weintrauben gegeben werden, da diese allesamt Säuren enthalten, die in großen Mengen die Darmschleimhaut reizen. Auch Bananen, Melonen und Kiwi werden sparsam eingesetzt, nach ihrem Verzehr steigt der Blutzuckerspiegel der Kaninchen stark an.

Auch bei den Gemüsearten muss eine sorgfältige Auswahl erfolgen. Einige Kohlsorten wirken blähend und können zum Aufgasen führen. Rot- und Weißkohl sowie Wirsing sollten nicht gefüttert werden. Anders hingegen sieht es mit Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi oder Chinakohl aus. Sie sind gut verträglich.

Zusätzlich werden frische Äste gereicht, an denen die Tiere nach Belieben nagen. Geeignet sind beispielsweise

  • Birne
  • Apfel
  • Haselnuss
  • Johannisbeere
  • und Heidelbeere.