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Ratgeber für Kaninchen-Haltung

Kaninchen sind nicht nur extrem niedliche Hausgenossen, sie sind bei richtiger Pflege auch treue Freunde, die ihrem Halter viel Freude bereiten. Dazu bedarf es allerdings einiger Anschaffungen, über die man sich Gedanken machen sollte, bevor man die Kaninchen zu sich ins Haus holt. Denn die Versorgung der Tiere steht schließlich immer an erster Stelle, wenn die Kaninchen gesund und munter bleiben sollen.

Grundsätzlich sind Kaninchen sehr gesellige Tiere und sollten nicht alleine gehalten werden. Ein einsames Kaninchen wird zwar oft zahmer und anhänglicher als eines, das seinen Käfig mit einem Artgenossen teilen darf, wer sein Kaninchen liebt, sollte ihm die Einzelhaltung aber trotzdem nicht zumuten. Die erste Anschaffung sollte daher in einem ausreichend großen Käfig bestehen. Experten empfehlen mindestens zwei Quadratmeter Platz pro Kaninchen, dieses Ziel ist aber für die meisten Halter nicht umsetzbar. Wichtig ist daher die Möglichkeit, die Kaninchen frei laufen zu lassen, am besten mehrere Stunden am Tag. Im Fachhandel gibt es auch Freilaufgehege, die vor dem Käfig aufgestellt werden können und so für weiteren Platz sorgen. Ein Freilaufgehege ersetzt nicht das ungehinderte Hoppeln in der ganzen Wohnung, schützt die Kaninchen aber vor anderen Haustieren wie Hunden oder Katzen und bewahrt sie auch davor, Stromkabel anzunagen.
Ein wichtiger Aspekt der Kaninchenhaltung ist natürlich auch die Hygiene. Ob in der Wohnung oder im Freilaufgehege – Kaninchen sind reinliche Tiere und gewöhnen sich an eine feste Toilette, sofern man ihnen eine zur Verfügung stellt. Im Zoofachhandel gibt es spezielle Kaninchentoiletten, die auch in einer Ecke des Käfigs befestigt werden können. So bleibt die Einstreu im Käfig sauber und die Toilette kann mit einem Handgriff einmal täglich gesäubert werden.

Natürlich spielt auch die Ernährung bei der Kaninchenhaltung eine wichtige Rolle. Kaninchen sind Nagetiere und müssen ihre Zähne regelmäßig abnagen können. Dazu bieten sich Knabberstangen, aber auch getrocknetes Brot und Äste von Obstbäumen an. Trotzdem brauchen Kaninchen auch Näpfe, und zwar einen für Trockenfutter wie spezielle Körnermischungen und einen für frisches Futter wie Salatblätter, Möhren und Wildkräuter. Auch Raufutter ist ein wichtiger Bestandteil der gesunden Kaninchenernährung. Eine Heuraufe gehört daher in jeden Käfig. Die Raufe verhindert, dass das Heu verschmutzt wird, und animiert die Kaninchen dazu, ein wenig „Gymnastik“ zu machen. Das Wasser sollte nicht aus dem Napf, sondern aus einer Trinkflasche gereicht werden, die am Käfiggitter befestigt wird.

Als Höhlenbewohner freuen Kaninchen sich natürlich auch über ein Holzhäuschen, in dem sie sich verstecken und friedlich schlummern können. Dieses Häuschen sollte groß genug sein, um zwei Kaninchen gleichzeitig zu beherbergen und muss mindestens zwei Eingänge haben – denn Kaninchen leben in der freien Wildbahn in ausgefeilten Tunnelsystemen und fühlen sich nur sicher, wenn sie genug Fluchtwege haben. Ausgepolstert wird das Kaninchenhaus mit Heu oder Stroh, sodass die Tiere es warm und gemütlich haben.