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Kaninchen als Therapietiere

| News | 2. Juni 2013

Tiere in einem therapeutischen Rahmen einzusetzen, hat sich bereits seit vielen Jahren bewährt. Tiere rufen Emotionen hervor. Diese können besonders bei psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen zu einer allgemeinen Verbesserung des Gesundheitszustandes führen. Auch als pädagogische Maßnahme kann der regelmäßige Kontakt mit einem Tier sinnvoll sein. Bekannt ist der therapeutisch wohltuende Kontakt von kranken Menschen mit Hunden, Pferden und Delfinen. Doch auch Kaninchen können als Therapietiere genutzt werden.

Tiergestützte Therapie mit Kaninchen

Therapiekaninchen sind besonders ausgebildet für die Arbeit mit den Menschen. Die Tiere werden gezielt ausgewählt, da sie einige besondere Eigenschaften aufweisen müssen. Die Reaktionen der Patienten kommen mitunter unerwartet. Besonders bei Kindern oder behinderten Menschen darf das Tier nicht vor schnellen Bewegungen und lauten Äußerungen zurückschrecken. Das Therapiekaninchen muss eine besondere Stresstoleranz aufweisen. Es darf keinerlei Scheu vor Menschen haben und muss sich auch in fremden Umgebungen schnell an die Situation anpassen können. Das Kaninchen darf keinesfalls im Kontakt mit Menschen Abwehrreaktionen, wie Beißen oder Kratzen, zeigen. Es muss sich ohne Scheu zu zeigen, anfassen und hochnehmen lassen. Nur dann ist es geeignet für den therapeutischen Einsatz.

Kaninchen-Therapie

© Daniel Hall / Flickr

Was bewirkt eine Therapie mit Kaninchen?

Häufig tritt, besonders bei psychiatrischen Erkrankungen, durch den Kontakt mit einem Therapiekaninchen eine Aufhellung der eingeschränkten Stimmungslage ein. Bei einem pädagogisch motivierten Einsatz bei Kindern kommt es zu einer Steigerung des Selbstvertrauens und einer tief greifenden Beruhigung. Das hilft beim Abbau von Angst und bei der Verarbeitung von angstbesetzten Situationen. Auch zur Steigerung der Konzentrationsleistung bei Kindern kann die therapeutische Arbeit mit einem Kaninchen beitragen.
Bei alten Menschen löst der Kontakt mit einem Tier, das Streicheln des Fells und die munteren und neugierigen Reaktionen, oft gesteigerte Lebensfreude aus. Das hat direkte physische Auswirkungen auf den Gesundheitszustand. Es kann zu einer Stabilisierung des Kreislaufs, der Herztätigkeit und der Atemfrequenz kommen. Bei Menschen mit schweren neurologischen Ausfällen kann der regelmäßige Besuch eines Therapiekaninchens zu einer Verbesserung der Grob- und Feinmotorik führen.

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